Die Nachtschicht und die zweite Chance

Started by christophermorrm, Jun 13, 2026, 06:29 PM

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christophermorrm

Ich arbeite in der Pflege. Kein einfacher Job, aber einer, den ich liebe. An diesem Abend hatte ich Spätdienst – von 14 bis 22 Uhr. Normalerweise ist das eine gute Schicht. Man kommt rein, wenn der Tag schon läuft, und geht, bevor die Nacht richtig kalt wird. Aber dieser Donnerstag war anders. Zwei Kolleginnen waren krank, eine Bewohnerin musste ins Krankenhaus, und ich war gefühlt überall gleichzeitig. Um 21:15 saß ich im Aufenthaltsraum, die Füße hochgelegt, ein halb weggelaufener Kaffee in der Hand, und dachte: Das war einer der härtesten Tage seit Monaten.

Die letzten 45 Minuten zogen sich wie Kaugummi. Um 22:05 stempelte ich aus, zog meine Jacke an und trat in die laue Septembernacht. Normalerweise fahre ich mit dem Fahrrad nach Hause, aber an diesem Abend hatte ich nicht mal mehr die Energie, in die Pedale zu treten. Also Bahn. Die Bahn kam pünktlich – ein Wunder. Aber ich stieg nicht aus. Ich fuhr zwei Stationen weiter, stieg aus, setzte mich an den Fluss. Einfach nur da sitzen. Keine Menschen, keine Piepser, keine Notrufe. Nur das Wasser und ich.

Irgendwann kramte ich mein Handy raus. Keine wichtigen Nachrichten. Aber ein alter Tab war noch offen – ein Link, den mir ein ehemaliger Patient geschickt hatte. Ein junger Kerl, Mitte zwanzig, der nach einem Unfall sechs Wochen bei uns lag. Er war der Typ, der immer Witze machte, auch wenn er Schmerzen hatte. Beim Abschied gab er mir die Hand und sagte: ,,Für schlechte Tage, Schwester. Nicht übertreiben." Dann drückte er mir einen Zettel in die Hand. Ich hatte ihn damals belächelt, aber irgendwie aufgehoben.

Jetzt, am Fluss, um 22:45, gab ich den Link ein. Vavada Casino Zugang – die Seite war anders als erwartet. Kein billiges Bling-Bling, sondern clean, fast schon langweilig elegant. Ich meldete mich an. Fünf Minuten später war ich drin. Ein leerer Account. Ich überlegte kurz. Mein Konto war nicht üppig – Pflegegehalt, du weißt schon. Aber ich hatte mir fest vorgenommen: Nie mehr als 20 Euro. Das ist mein Limit. Das ist der Preis für eine Kinokarte, die ich mir diese Woche sowieso nicht gekauft habe.

Also lud ich 20 Euro auf.

Die erste halbe Stunde war ernüchternd. Ich spielte an einem Slot mit Tier-Symbolen – Löwen, Elefanten, Affen. Keine Ahnung, warum. Es war einfach da. Ich verlor 5, gewann 3, verlor wieder 4. Mein Konto schmolz auf 14 Euro. Normalerweise wäre ich aufgestanden. Aber ich saß ja schon am Fluss. Wo sollte ich hin?

Also wechselte ich zu einem Spiel, das ich nicht kannte. Eine Art virtuelle Spielshow – ein Glücksrad, um genau zu sein. Keine Strategie, keine Karten, nur drehen. Das war genau mein Niveau an diesem Abend. Mein Gehirn war Matsch. Ich setzte 2 Euro. Das Rad drehte sich. Landete auf einem kleinen Gewinn – 6 Euro zurück. Okay. Nochmal. 3 Euro Einsatz. Wieder gedreht. 9 Euro zurück. Jetzt hatte ich 23 Euro – mehr als zu Beginn.

Ich lehnte mich zurück. Der Fluss glitzerte im Mondlicht. Eine leichte Brise wehte. Und ich hatte plötzlich dieses Gefühl, dass der Abend nicht mehr ganz so scheiße war.

Dann die dritte Drehung. Ich setzte 5 Euro. Ein mutigerer Einsatz, aber was soll's. Das Rad drehte sich. Langsam. Fast zögerlich. Dann blieb es stehen auf einem Feld, das ich vorher noch nie gesehen hatte: ,,Bonusrunde x10". Ich runzelte die Stirn. Ein neues Fenster öffnete sich. Ein zweites Rad. Kleiner, aber dafür mit höheren Zahlen. Ich drückte auf ,,Drehen". Der Zeiger wanderte. Blieb stehen auf 22. 22 Euro Gewinn – dachte ich. Aber dann multiplizierte das System. 22 mal 10. 220 Euro.

Ich starrte auf den Bildschirm. 220 Euro. Von 20. Das war absurd. Das war so absurd, dass ich laut auflachte. Ein paar Jogger in der Ferne drehten sich um. Mir war es egal. Ich saß da, in meiner Pflegeklamotte, um halb zwölf am Fluss, und hatte mehr Geld gewonnen, als ich an einem ganzen Nachtdienst verdiene.

Ich hätte jetzt aufhören können. Und das wäre klug gewesen. Aber ich war neugierig. Nicht gierig – neugierig. Was passiert, wenn ich weitermache? Also ging ich zurück zum Glücksrad. Vavada Casino Zugang – ich checkte mein Guthaben, loggte mich kurz aus und wieder ein, um sicherzugehen, dass die 220 echt waren. Sie waren echt. Ich ließ 200 auf dem Konto. Mit 20 spielte ich weiter. Kleine Einsätze. 2 Euro hier, 3 Euro da. Ich gewann ein bisschen, verlor ein bisschen. Am Ende der nächsten Viertelstunde stand ich bei 241 Euro.

Das reichte. Mehr als genug. Ich atmete tief durch, zog 230 Euro ab und ließ 11 für eine letzte, symbolische Runde. Das Rad drehte sich noch einmal – 0 Euro. Perfekt. Das Universum hatte mir gesagt: Jetzt ist Schluss.

Am nächsten Morgen, nach einer kurzen Nacht, ging ich in die Apotheke und kaufte für meine Station drei große Packungen gute Kaffee-Pads – nicht den billigen Rotz, den die Verwaltung immer bestellt. Die Kolleginnen rissen die Augen auf. ,,Von wo hast du das Geld?", fragte eine. Ich grinste. ,,Glück gehabt." Mehr sagte ich nicht.

Den Rest des Geldes teilte ich auf. Die Hälfte ging auf mein Sparkonto – mein erster richtiger Notgroschen seit einem Jahr. Mit dem anderen Teil kaufte ich mir etwas, das ich mir seit Monaten nicht gegönnt hatte: ein richtig gutes Paar Laufschuhe. Nicht weil ich laufen gehe. Sondern weil ich mir am Fluss geschworen hatte: Du musst öfter raus. Nicht nur nach der Schicht. Nicht nur, wenn alles wehtut. Sondern weil das Leben auch so schön sein kann.

Vavada Casino Zugang – drei Wörter, die mich an einen kleinen, mühelosen Sieg erinnern. Aber vor allem erinnern sie mich an den Abend, an dem ich nach der Hölle der Spätschicht einfach nur am Fluss saß und das Wasser mir zuhörte. Das Geld war schön. Aber das Gefühl, dass das Leben einen manchmal einfach so belohnt – das war besser.